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Dezember 2016 / Januar 2017 - Kambodscha

Sofort hinter der Grenze verschlechtern sich die Strassen enorm. Durch eine Landschaft von Ackerbau und Viehzucht steuere ich den Mekong an.

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Bald machen mir die schlechten Strassen nicht mehr soviel aus da mich die vielen neuen Eindrücke überfluten. Ich genieße es hier unterwegs zu sein. Verlasse den Highway und fahre auf Schotter, Geröllwegen durch die vielen kleinen aneinander gereihten kleinen Dörfer und beobachte das Leben der Menschen hier.

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Das ist der Spiegel des echten Asien. Die Hütten sind überwiegend einfach ausgestattet. Ein großer Raum mit Schlafplätzen und Küche mit Feuerstelle, diese oft in einem Tongefäß. Die Menschen sind zufrieden und strahlen das aus. Ein herrliches Gefühl hier zu sein. Fast alle Häuser stehen auf Stelzen. Sind diese nicht über das Wasser gebaut so ist auf der Bodenebene unter den Häusern der Platz wo tagsüber das Leben sich abspielt.

In Kratie bei einer mehrtägige Pause erkunde ich mit Fahrrad ohne Gepäck die Umgebung. Nicht weit von Kratie gibt es im Mekong noch die Irawadi-Süsswasserdelfine. Eva und Joost, ein holländisches Paar, lerne ich in der Unterkunft kennen.

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Sie leihen sich Fährräder und wir beradeln die Insel die bei Kratie im Mekong liegt. Der Mekong hat machmal eine enorme Breite und es macht Freude ihm zu folgen.

Auf dem Weg nach Kampong Cham werde ich von der Strasse auf eine Hochzeit eingeladen und gehöre eine zeitlang zu den Gästen.

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Ein etwa 12 jähriges Mädchen aus der Nachbarschaft lernt in der Schule Englisch und macht den Übersetzer.

Da ich nicht unter Zeitdruck stehe bleibe ich einige Tage in Kampong Cham und schaue mir entspannt ohne Gepäck mit dem Fahrrad die Umgebung an. Der Vorteil ist ich braue kein Transportmittel.

Ich lerne Olga aus der Nähe von Moskau kennen.

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Sie leiht sich für einen Tag ein Fahrrad und ist froh mit mir über die größte, aufwendigste Bambusbrücke der Welt, zur benachbarten Insel im Mekong, radeln zu können.Danach besuchen wir noch eine alte Tempelanlage außerhalb der Stadt.

Um Phnom Penh zu umfahren verlasse ich meinen geliebten Mekong. Es fällt mir schwer und ich sitze noch eine halbe Stunde am Fluß bevor ich weiter fahre.

Die Strassen werden immer schlechter, teils fehlt der Teerbelag und viele Kilometer nur Schotter, eine reine Holperpiste trotz Nationalstrasse. Teilweise nehme ich dann zur Entspannung kurz den Highway der schnell nervig wird und ich wieder Nebenstrassen bevorzuge.

Der nächste Nationalpark ist mein Ziel. Weihnachten und Silvester sind in greifbarer Nähe.

Ich überlege wo ich die Tage verbringen will. Meine Wahl ist Sihanoukville da dies ein viel besuchtes Ziel von Touristen ist. Zu der Zeit war ich der Meinung hier am besten die Feiertage verbringen zu können. Auf dem Weg dorthin, beim Obsteinkauf in einem kleinen Dorf , werde ich von einer der Verkäuferinnen angesprochen ob ich Deutscher bin. Sie erzählt das sie mit Michael einem Deutschen verheiratet ist und hier lebt. Bei einem Tee in seinem Haus verabreden wir uns für Silvester in Sihanoukville, wo er auch mit Familie und Freunden sein wird.

Zwei Tage vor Weihnachten im Naturpark komme ich an einer Eco Farm vorbei, der ein Ressort angegliedert ist.

Ich schau es mir an, der Preis entspricht nicht so ganz meinem Budget. Viel Bargeld habe ich auch nicht mehr dabei. Der Bungalow und die so ruhige Lage gefallen mir ich möchte hier bleiben. Mit Karte zu bezahlen ist nicht möglich und der nächsteATM ist 30 km entfernt. Ich checke meine Finanzen erkläre die Finanzlage und handle einen guten Preis aus so das ich bis einen Tag nach Heiligabend mit dem Geld komme. Am anderen Morgen lerne ich zufällig den Besitzer kennen und wir haben ein ausführliches Gespräch. Mein Bungalow steht mir nur am ersten Tag zur Verfügung und der neue Gefällt mir von der Lage überhaupt nicht . Die Damen an der Rezeption erklärten mir jedoch das sie ausgebucht seien und nur der mir angebotene noch frei sei. In meinem Gespräch mit dem Besitzer erwähne ich dies auch und als ich wechsle erhalte ich einen super schönen Bungalow mit super Ausblick. In Ruhe und Abgeschiedenheit verbringe ich den Heiligabend. Es gibt kein Internet und ich kann meine Lieben in Deutschland nicht informieren das es mir gut geht.

Auf dem Weg nach Sihanoukville im Botum Sakor Nationalpark bin ich vom Dschungel umgeben der nur wenig besiedelt ist und ich genieße es hier zu sein. Der Gedanke tiefer in den Dschungel zu fahren wird stärker und stärker. Es kommt Zweifel auf, schaffe ich das ohne Dschungel Erfahrung ? Als ich dann am Abzweig nach Sihanoukville stehe ist für mich klar ich nehme die Herausforderung Dschungel an.

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Die nächsten Tage bin ich, mit Fahrrad, auf Dschungelstrassen unterwegs. Vereinzelt gibt es Siedlungen mit wenigen Häusern und ich nutze mal wieder das Zelt.

Die Lebensmittelbeschaffung gestaltet sich schwierig. Mal finde ich was oder ich gehe an meine Notration die ich immer dabei habe. Ich wußte auch nicht wann ich noch mal auf eine Siedlung stosse. Die Tage im Dschungel sind für mich das schönste Weihnachtsgeschenk das ich jemals bekommen habe. Ich habe zum ersten mal in meinem Leben das Körpergefühl absolut frei zu sein.

Später in einem kleinen Ort lerne ich Donath kennen der in einer Holzhütte in zwei Zimmern Kinder in Englisch unterrichtet. Von Ihm werde ich gebeten am Abend den Unterricht zu gestalten. Im Dorf besorgt er mir eine Unterkunft und ich kann sehen wie eine Familie auf dem Lande in Thailand lebt.

Die Weiterfahrt ist sehr anstrengend da es immer wieder rauf und runter geht. Ich hab mal wieder Hunger, bin etliche Stunden unterwegs und habe keine Menschenseele gesehen, als am Horizont etwas auftauchte was nicht wie

Natur aus sieht. Es sind einige Buden die Obst anbieten sowie eine Strassenküche. Es gibt gebratene Nudeln mit Gemüse und Spiegelei. Der Tag ist gerettet und es geht mir gut. Mein Tag endet heute in Ta Tai einem kleinen Ort am Fluß jedoch immer noch umgeben von Dschungel. Ich finde eine recht günstige Unterkunft. Am nächsten Tag läd mich der Vermieter, der Dschungeltouren mit Touristen macht, kostenlos ein mit auf die Tour zu gehen.

Sylvester verbringe ich in Krong Koh Krong im Paddy Bamboo Guesthouse, eine coole Location mit netten Gästen. Abends beim Essen lerne ich Gerry einen Deutschen kennen der seit einiger Zeit hier lebt.

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Wir treffen uns öfter und es entwickelt sich eine Freundschaft. Manuel ein Freund von ihm hat ein Boot in Ta Tai liegen und wir machen einen Tag auf dem Fluß eine Tour in den Dschungel und besuchen dabei Thomas der ein Ressort im Dschungel am Fluß betreibt. Von Gerry und seinen Freunden erfahre ich viel über die Lebensart der Kambodschaner und der Ausländer die hier leben. Ich besuche das nahegelegene Fischerdorf und den Mangrovenwald in der näheren Umgebung. Mein Visum läuft aus und ich verlasse Cambodia.

 

 

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